{"id":368,"date":"2013-09-03T01:49:50","date_gmt":"2013-09-02T23:49:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.instruyete.org\/?p=368"},"modified":"2013-09-03T01:49:50","modified_gmt":"2013-09-02T23:49:50","slug":"metadaten-in-bilddateien-shotwell-vs-digikam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.instruyete.org\/?p=368","title":{"rendered":"Metadaten in Bilddateien (shotwell vs. digikam)"},"content":{"rendered":"<p>Nichts ist einfach in der Informationsverarbeitung.<br \/>\nUm \u00fcberhaupt ein Foto in einer schon mittelm\u00e4ssig gro\u00dfen Sammlung wiederzufinden, ben\u00f6tigt man <strong>Tags<\/strong> &#8211; sog. <strong>Metainformationen<\/strong> &#8211; bspw. den Namen des Aufgenommenen.<br \/>\nDiese Informationen setze ich bspw. im Raw-Programm <em>Corel Aftershot Pro<\/em>. Es bietet sog. hirachische Tags an, bspw: &#8222;Persons\/Alexandra&#8220;. Diese Tags werden auch in das exportierten JPEG miteingebettet.<\/p>\n<p>Sowohl <em>shotwell<\/em> als auch <em>digikam<\/em> (zwei Bildverwaltungsprogramme f\u00fcr Linux) zeigen mir sie an &#8211; soweit, so gut. Allerdings m\u00f6chte ich mit solch einem Bildverwaltungsprogramm auch JPEG&#8217;s verwalten, die ungetaggt durch bspw. das iPhone auf dem Rechner gelandet sind. Da ich unl\u00e4ngst auf den Linux Rechnern <em>Ubuntu<\/em> zum Einsatz bringe, setzte ich auf das dortige Standardprogramm <em>shotwell<\/em>, welches durch aufger\u00e4umte Bedienoberfl\u00e4che und durchdachte Benutzerf\u00fchrung gl\u00e4nzt&#8230;.<\/p>\n<p>..aber nur damit. Denn das setzen der Metainformationen ist in shotwell 0.12.3 (Ubuntu 12.04) eine Katastrophe. Mit der Option <em>Tags, Titel und andere Meta-Daten in die Bilddateien schreiben<\/em> k\u00f6nnen die gesetzen Informationen zwar wirklich in die Datei geschrieben werden, was da aber reinkommt ist Murks.<br \/>\nUnd das ist genau das Gegenteil von dem was digikam macht &#8211; denn das Standard KDE Bildverwaltungsprogramm behandelt die Metainformationen vorbildlich. Hier die Erkl\u00e4rung<\/p>\n<p>Bei den Metainformationen m\u00fcssen wir <strong>EXIF<\/strong>, <strong>IPTC<\/strong> und <strong>XMP<\/strong> unterscheiden:<\/p>\n<p><strong>EX<\/strong>change <strong>I<\/strong>mage <strong>F<\/strong>ormat for Digital Still Cameras &#8211; Informationen werden direkt von der Kamera in die Bilddatei geschrieben (v.a. technische Informationen des verwendeten Equipments) und sind nicht daf\u00fcr gedacht ge\u00e4ndert zu werden, auch wenn das nat\u00fcrlich mit einigen Programmen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>I<\/strong>nternational <strong>P<\/strong>ress <strong>T<\/strong>elecommunication <strong>C<\/strong>ouncil &#8211; Informationen sind die \u00e4lteren, einfach gehaltenen Informationen. In diesem Format &#8211; wir reden immer noch \u00fcber die in der Bilddatei eingebettenen Informationen &#8211; gibt es das Feld <em>Keywords<\/em> bei dem mit Komma separiert eigenen Tags (z.B. &#8222;Alexandra&#8220;) gesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nLeider ist die Angabe eines Zeichensatzes nicht zwingend vorgeschrieben, weswegen man Ihn entweder angeben kann, oder den Umgebungszeichensatz w\u00e4hlt (UNIXoide Betriebssyteme: <strong>UTF-8<\/strong>).<br \/>\nUnd schon die erste Schw\u00e4che von shotwell: Die Keywords werden mit einem Latin-1 Zeichensatz (wahrscheinlich <strong>ISO-8859-1<\/strong>) hereingeschrieben &#8211; ohne Angabe dessen &#8211; was alle anderen Programme, inkl. des Referenzprogramms <em>exiftools<\/em> dazu veranlasst bspw. Umlaute falsch darzustellen.<\/p>\n<p>e<strong>X<\/strong>tensible <strong>M<\/strong>etadata <strong>P<\/strong>latform ist Adobe&#8217;s letzter Streich um eine XML-basierte offene und erweiterbare Metainformationsplattform zu schaffen. Durch die Erweiterbarkeit gibt es allerdings gleich mehrere Abschnitte einer <strong>XMP<\/strong> Information &#8211; die \u00fcbrigens sowohl in die Bilddatei eingebettet werden, aber auch als sog. <em>sidecar file<\/em> separat vorliegen kann.<br \/>\nDie wichtigesten Abschnitte sind <strong>Dublin Core<\/strong> bei den die Informationen im Feld <em>Subject<\/em> vorliegen als auch <strong>lr<\/strong> (Adobe Lightroom) &#8211; bei dem das Feld <em>hierarchicalSubject<\/em> gesetzt wird und genau hier kann man anstatt &#8222;Alexandra&#8220; bspw. &#8222;Persons|Alexandra&#8220; setzen (genau mit dieser Schreibweise).<br \/>\nUnd genau hier versagt shotwell grandios: Anstatt &#8222;Persons|Alexandra&#8220; in das Feld zu schreiben, wird &#8222;Persons, Persons\/Alexandra&#8220; geschrieben und in Dublin Core wird anstatt &#8222;Alexandra&#8220;, &#8222;Persons, Alexandra&#8220; geschrieben. Diese Fehlinformationen bringen dann wiederum andere Programme, die die Metainformationen richtig handhaben (<em>digikam<\/em>,<em>Corel Aftershot Pro<\/em>,<em>Adobe Lightroom<\/em>) ausser Tritt. Die Portabilit\u00e4t ist hin\u00fcber.<\/p>\n<p>Trotz Ubuntu ist digikam wieder das Bildverarbeitungsprogramm der Wahl auf Linux!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nichts ist einfach in der Informationsverarbeitung. Um \u00fcberhaupt ein Foto in einer schon mittelm\u00e4ssig gro\u00dfen Sammlung wiederzufinden, ben\u00f6tigt man Tags &#8211; sog. Metainformationen &#8211; bspw. den Namen des Aufgenommenen. Diese Informationen setze ich bspw. im Raw-Programm Corel Aftershot Pro. Es bietet sog. hirachische Tags an, bspw: &#8222;Persons\/Alexandra&#8220;. 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