UPDATED: Ursprünglich befasste sich dieser Artikel nur mit einem Fehler der auf VirtualBox auftrat. Da er aber mit der Virtualisierungssoftware Parallels in der gleichen Form auftritt, wurde er überarbeitet und mit einer genauerer Analyse versehen.
VirtualBox & Parallels – brigded Network mit IPv6 Problemen weiterlesenCategory: Linux
LINUX ⊆ UNIX
Plattformübergreifene Synchronisierung mit Synology
Um ganze Verzeichnisbäume zwischen verschiedenen Rechnern zu synchronisieren, ist das Kommandozeilentool rsync erste Wahl.
Schwieriger wird die Situation, wenn nicht nur klassische Computerplattformen, sondern auch mobile Plattformen – Handys & Tabletts – synchronisiert werden sollen. Dort ist eine Installation von rsync schwierig bis unmöglich. Zumal das Enkodierungsproblem der Dateinamen, siehe u.a. http://www.instruyete.org/?p=677 dort noch ausgeprägter auftritt.
Eine einfache Lösung ist die Benutzung kommerzieller Cloudanbieter. Dort begibt man sich aber in Abhängigkeit des Cloudanbieters, mit all den verbundenen Nachteilen, was Datenschutz und Plattformunterstützung betrifft.
Die bessere Alternative sind selber betriebene Dienste, wie die hier in diesem Artikel vorgestellte Lösung von Synology – Synology Drive
Plattformübergreifene Synchronisierung mit Synology weiterlesenktouch als snap lauffähig bekommen
Wer in Ubuntu 18.04. LTS derzeit den Schreibmaschinenkurs ktouch als snap package installiert, macht beim Starten mit folgendem Dialog Bekanntschaft.

Die Hintergründe werden ausführlich u.a. auf
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/ktouch/+bug/1827767
diskutiert. Dennoch ist das Problem immer noch existent und kann derzeit nur dadurch behoben werden, dass man bei 2 snap packages auf den candidate channel wechselt.
sudo snap refresh ktouch --channel=candidate
sudo snap refresh kde-frameworks-5-core18 --channel=candidate
snap vs. AppImage 0:1
Nachdem ja erst kürzlich festgestellt wurde, dass snap packages NFS shares die autofs nutzen nicht erkennt und somit mit Dateien in diesen Verzeichnissen nicht arbeiten kann, muss man als zweiten großen Nachteil erwähnen, dass alle lokale Konfigurationen inkompatibel zur LSB innerhalb des Unterordners ~/snap gespeichert werden.
Falls man dann das snap package jemals durch ein nicht-snap package ersetzt wird das erneuerte Programm, bspw. unterhalb von:
~/.config
~/.local
nichts vorfinden und mit einer leeren Userkonfiguration starten.
Je mehr man sich mit snap packages beschäftigt, je offensichtlicher tritt zutage, dass snap packages zwar mit den Nachteilen der klassischen SW Repositories (ppa) aufräumten, aber dafür mindestens ebenso gewichtige neue Nachteile – die der Containerisierung und Abgrenzung – einführten. Der fehlende Zugriff auf NFS ist und bleibt ein NOGO!
Da ist es schon mehr als interessant, dass ich zufällig auf der Suche nach einer aktuellen SW Version des Raw Converters rawtherapee war, die mir als AppImage auf der Produkthomepage angeboten wurde.
Ein AppImage ist eine einzige Datei, die das Program, die Resourcen und alle Abhängigkeiten beinhaltet. Man kopiert sie in auf den lokalen Rechner (bevorzugt dort, wo die $PATH Umgebung schon Programme erwartet, bspw.
/usr/local/bin
~/bin
und führt sie aus. Das Konzept scheint den Apps auf macOS zu ähneln, auch wenn es dort technisch gesehen ein Dateiordner ist, der im Finder als singuläre Datei angezeigt wird.
Was sofort bleibt ist die Frage der Linux Desktop Integration. Diese wird beim Programmstart (Klick im Dateibrowser oder Konsolenaufruf) folgendermaßen beantwortet:

Der Programmstart überprüft diese und stellt sie ggf. sicher – clever! Was noch bleibt ist die Frage der Deinstallation. Das AppImage löschen ist kein Problem, was passiert aber mit der existierenden Desktop Integration? Diese muss mit einem Kommandobefehl erfolgen, der im Beispiel des Programs rawtherapee folgendermaßen aussieht:
/usr/local/bin/RawTherapee-releases-5.7-20190910.AppImage" --remove-appimage-desktop-integration
Zugegeben – ein Hürde für Newbies, aber im Vergleich zu den Kröten bei snap packages – Geschenkt!
Eingabe der search-domain in Ubuntu 18.04
Wer kann sich noch an den Wutausbruch von Linus Torvald über Gnome erinnern, der sinngemäß die kastrierten Einstellungsmöglichkeiten dieses Desktops verfluchte?
Eingabe der search-domain in Ubuntu 18.04 weiterlesenvlc als snap package = untauglich
VideoLanClient wird wie eine steigende Anzahl weiterer SW Pakete auf Ubuntu standardmäßig als snap package installiert.
Von Vorteil ist natürlich die laufenden SW Aktualisierungen, da das vlc snap package in sich geschlossen ist (self contained) und die typischen Abhängigkeiten mitbringt. Gerade im Video Playback Bereich kann dies, bedingt durch unzählige Codecs, von Vorteil sein.
Umso enttäuschender ist das Verhalten des snap packages, wenn man versucht ein Video aus einem NFS share zu starten, was VLC mit einer Fehlermeldung quittiert.
Der Grund dafür ist das Rechtemodell der snaps und das self contained Modell, das dazu führt, dass die Applikation wie in einer chroot Umgebung nicht das eigentliche root filesystem des Rechners sehen kann.
Zwar können sich snap packages via connections allerhand Zusatzrechte besorgen, z.B.
- home – erlaubt Zugriff unterhalb von /home
- removable-media – erlaubt Zugriff unterhalb von /media
..ein Zugriff auf /mnt oder /net oder gar wahlfreier Zugriff auf einen Order im eigentlich root filesystem ist nicht vorhergesehen.
Dies gilt für alle snaps, die nicht im sog. classic mode verfügbar sind.
Wichtig hierbei ist die Angabe des confinement Parameters des snap packages, was man mit folgendem Befehl untersuchen kann:
snap info vlc --verbose
Falls das confinement auf strict gesetzt ist, können nur die durch das package gesetzten connections benutzt werden.
Falls devmode auf true gesetzt wird – eine Operation die durch den Benutzer möglich ist – können zwar alle connections durch diesen gesetzt werden, was aber für den NFS Zugriff nichts bringt, da eine solche connection nicht vorgesehen ist.
Einzige Abhilfe ist ein snap package mit einem confinement, welches auf classic gesetzt wurde um die connections komplett zu umgehen und einen Zugriff analog der normalen (.deb) packages zu erlauben. Das snap package atom macht genau dies.
Hintergrundinformationen zu diesem Thema findet man auf:
https://tutorials.ubuntu.com/tutorial/advanced-snap-usage#3
https://snapcraft.io/docs/snap-confinement
lifetime von kerberos tickets
Manchmal könnte es passieren, das bspw. der NFSv4 Zugriff nicht mehr klappt, da das authorisierende kerberos ticket nicht mehr gültig ist. Mittels dem Kommando
klist
würde man dann eine Expiration erkennen.
Die grundsätzliche maximale Lebensdauer, sowie die maximale Zeit, in der der Client eine Erneuerung selbstständig durchführen kann, ist serverseitig in der Datei /etc/krb5kdc/kdc.conf festgelegt.
max_life = 1d
max_renewable_life = 14d 0h 0m 0s
wäre ein Beispiel, wobei der zweite Einträg extra die möglichen syntaktischen Möglichkeiten darstellt.
lifetime von kerberos tickets weiterlesenunliebsame Überraschungen beim NFS Export
Wenn im heimischen LAN IPv4 und IPv6 zum Einsatz kommt, müssen Dienste auch beide Verbindungsarten unterstützen. Gerade bei einem NFS Server wird traditionell in der Datei
/etc/exports
gerne ein IPv4 Subnetz bei den erlaubten Hostzugriffen angegeben. Dies führt aber dazu, dass host-Anfragen mittels IPv6 Verbindungen dann abgelehnt werden, obwohl die IPv4 Adresse des anfragenden hosts für einen Zugriff freigeben wäre. Abhilfe schafft da die Angabe von domain-Namen. Dies wiederum bedingt aber einen funktionierenden DNS der sowohl IPv4 als auch IPv6 Adressen – auch reverse – auflösen kann. Im Falle einer kerberos Sicherung von NFSv4 muss dies aber eh der Fall sein.
rsync zu microSDXC card
Beim Kopieren von Mediendateien vom NAS zu einer microSDXC Karte für den Einsatz auf dem Mobiltelefon, gab es wieder exakt das gleiche Problem, wie ich schon vor über 8 Jahren auf folgendem Blogpost geschrieben hatte:
Was mir aber bis vor kurzem nicht klar war, ist die Tatsache, dass die Normalisierungsprobleme auch auf einem Dateisystem mit UTF-16 Dateinamenkodierung auftritt.
Die microSDXC Karte ist nämlich mit dem moderneren Windows Dateisystem exFAT formatiert, das wiederum UTF-16 für die Kodierung von Filenamen benutzt. Daher auch hier der dringende Rat:
Eine Synchronisierung der Dateien von einem macOS Betriebssystem ist nicht empfehlenswert, schon gar nicht in heterogenen Umgebungen.
lsblk -no name,fstypeGoogle Earth Pro unter Linux mit falschen Ortsanflug
Die meisten deutschsprachigen Benutzer von Google Earth (Pro), welche das Programm unter Linux betreiben, dürften diesen Fehler kennen, da er auch schon seit vielen Jahren bekannt ist.
Man gibt im Suchfeld eine Adresse an und der Anflug an diese landet irgendwo anders. Da Google kein Interesse hat den Fehler zu beseitigen, muss mal wieder ein Workaround her. Dieser besteht darin, gewisse Regionaleinstellungen nicht auf DE einzustellen, sondern auf US. (frei nach H. Simpson: „USA USA USA„)
LC_NUMERIC=en_US.UTF-8
bringt die Abhilfe. Allerdings ist ein globales Setzen dieser Variable nicht empfehlenswert, da man sich sonst Probleme einhandelt wenn gleichzeitig die restlichen Regionaleinstellungen (LC_xxxx) auf DE verbleiben.
Diese Einstellung soll nur für dieses Programm gelten und am elegantesten (aus Anwendersicht) löst man dies in dem man die .desktop Datei manipuliert. Diese befindet sich beispielsweise auf meinem Ubuntu 16.04 System unter:
/usr/share/applications/google-earth-pro.desktop
und vollzieht dort folgende Änderung:
Exec=env LC_NUMERIC=en_US.UTF8 /opt/google/earth/pro/google-earth-pro %f
Nachteil dieser Lösung ist, dass bei jedem Paketupdate von Google Earth diese Änderung erneut durchgeführt werden muss. Dennoch meines Erachtens eine bessere Lösung als manipulierte Startskripte, die man eventuell beim Starten nach längerer Nichtbenutzung gar nicht mehr anwendet.
Das Ubuntu Wiki schreibt auch zu diesem Thema unter Orte werden falsch angeflogen.
